Automatikuhren

Automatikuhren

Automatikuhren sind mechanische Uhren, die nicht per Hand aufgezogen werden müssen. Jede Uhr braucht Energie, um die Zeiger und eventuell die Datumsanzeige zu bewegen. Bei mechanischen Uhren liefert diese Energie eine Feder. Beim Handaufzug wird die Federspannung erhöht, hat sich die Feder nahezu gänzlich entspannt, muss erneut per Hand aufgezogen werden.

Doch auch der Automatikuhr wird Energie zugeführt, und zwar durch ihren Gebrauch. Armbanduhren werden fast ständig bewegt, nämlich mit jeder Bewegung des Armes. Diese Bewegungen stellen nichts anderes als Energie dar, die über einen Rotor an die Triebfeder übertragen wird. Die automatische Armbanduhr ist somit kein Perpetuum Mobile, das der Idee nach keinerlei Energie für sein Laufen benötigt; auf den Benutzer allerdings wirkt sie wie ein solches Gerät. Wer seine Armbanduhr regelmäßig trägt, muss sie eigentlich nie aufziehen. Mechanische Uhren von guter Qualität arbeiten sehr präzise, egal ob sie mit Hand oder automatisch aufgezogen werden. Allerdings sind Gangabweichungen unausweichlich.

Sie betragen täglich zwischen etwa fünf Sekunden bei hochwertigen Chronometern, etwa zehn Sekunden bei hochwertigen Modellen und bis zu 30 Sekunden bei Uhren im unteren Preissegment. Selbst die ungünstigste Abweichung relativiert sich, bedeutet sie doch pro Woche ein Vor- oder Nachgehen von lediglich etwa dreieinhalb Minuten.

Automatikuhren faszinieren durch ihre hochpräzise Mechanik. Diese basiert auf einer jahrhundertealten Technik, die immer noch sehr zuverlässig ihren Dienst leistet. Äußerlich unterscheiden sie sich nicht von elektrisch betriebenen Quarzuhren, in der Regel braucht die komplexe Mechanik nicht mehr Raum als die elektrisch bewegter Uhrwerke. Automatikuhren bestechen durch ihre außerordentlich lange Lebensdauer. Selbst erschwingliche Uhren mittlerer Preisklasse können von den Eltern an Kinder und Kindeskinder weitergegeben werden. Manche Modelle gewinnen mit der Zeit auf dem Sammlermarkt an Wert. Eines sind Automatikuhren folglich nicht: Wegwerfprodukte, wie so viele andere Alltagsgegenstände heutzutage.

Uhren für pragmatische Liebhaber

 

Automatikuhren vereinen in sich die Faszination und Liebe zu einem hochwertigen und langlebigen Produkt mit der so praktischen wie pragmatischen Entscheidung für ihren unkomplizierten Gebrauchswert. Damit spricht die Automatikuhr vor allen Dingen Menschen an, denen bewährte Mechanik wichtiger ist als sich rasch wandelnde Moden. Was nicht heißt, dass dem ästhetischen Geschmack beim Kauf einer Automatikuhr Grenzen gesetzt wären. Es gibt sie in allen erdenklichen Formen und Ausführungen, egal ob als Damen- oder Herrenuhr.

Einige wichtige Hersteller

Zahnräder eines goldenen UhrwerksSchweizer Uhren sind das Synonym für Qualität und Präzision mit langer Tradition. Die Marke Patek Philippe wurde 1839 in Plan-les-Ouates im Kanton Genf gegründet, Rolex 1908 in Chêne-Bourg, ebenfalls im Kanton Genf gelegen.

Zwei bekannte deutsche Hersteller sind Union Glashütte, gegründet 1893 in der gleichnamigen sächsischen Kleinstadt, und Junghans, gegründet 1861 in Schramberg im Schwarzwald. Ein namhafter japanischer Hersteller von Automatikuhren ist die seit 1881 in Tokio ansässige Firma Seiko.

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