Chronometer

Chronometer

Der Begriff Chronometer stammt von dem griechischen Wort chronos ab und bedeutet auf Deutsch so viel wie Uhren, wie sie als Messwerkzeuge benötigt werden. Der Tischler und zugleich auch autodidaktische Uhrmacher John Harrison war auf der Suche nach einem Gerät, das dabei helfen konnte, auf der See die geographische Lage zu bestimmen. Er hatte Erfolg, aber seine Erfindung war zu teuer. Nach einigen Weiterentwicklungen war es dann der Uhrmacher John Arnold, der 1780 zum ersten Mal den Begriff Chronometer prägte und sein Gerät zugleich damit bewarb.

Welche Geräte dürfen als Chronometer bezeichnet werden?

Grundsätzlich dürfen nur Geräte als Chronometer bezeichnet werden, die von einem sogenannten Observatorium oder auch einer offiziellen Gangkontrollstelle in einem speziellen Messverfahren getestet wurden. Somit stellt die Bezeichnung auch ein Qualitätsmerkmal der Uhren dar. Auch in der heutigen Zeit werden Uhren benötigt, die sehr genau navigieren können.

Merkmale von Chronometer-Uhren

Wenn über Chronometer gesprochen wird, ist immer wieder das Wort Chromometerhemmung zu hören. Hierbei wird unterschieden zwischen der Hemmung mit Feder und der Hemmung mit Wippe. Im Laufe der Jahre hat sich die Federhemmung mehr und mehr durchgesetzt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Wipphemmung kaum noch verwendet. Auch zu erwähnen ist, dass kein Chronometerantrieb ohne eine Schnecke und eine Kette auskommt. So muss jede Chronometer-Uhr (seit dem Jahr 1908) die zur Prüfung eingeschickt wird, über diese Bauteile verfügen. Einige Zeit wurden auch schneckenlose Chronometer hergestellt, was heutzutage jedoch kaum noch der Fall ist.

Welche Vor- und Nachteile bieten Chronometer?

Ein Chronometer ist sehr genau und verfügt zumeist über eine hochwertige Verarbeitung. Viele Modelle sind zudem in einem speziellen und auffälligen Design gehalten. Es gibt keine nennenswerten Nachteile.

Einige Hersteller von Chronometern sind:

  • John Arnolds
  • Theo Fabergé
  • Domino Clock
  • Ulysse Nardin
  • Glashütte

Was ist der Unterschied zwischen einem Chronometer und einem Chronographen?

Auf den ersten Blick sind sich die beiden Geräte sehr ähnlich. Wie schon kurz erwähnt, müssen Chronometer eine Ganggenauigkeitsprüfung durchlaufen, bevor sie diese Bezeichnung erhalten. Der Casio Chronograph benötigt diese nicht, sodass er eher als Sportuhr mit Stoppfunktion anzusehen ist.

Wie läuft die Chronometerprüfung ab?

Offenes Uhrwerk einer alten Taschenuhr aus dem 19. Jahrhundert auf schwarzem GrundDie Bezeichnung Chronometer darf nicht einfach für jede beliebige Uhr genutzt werden. Und auch wenn es sich um sehr hochwertige und präzise Modelle handelt, es ist immer erst eine Chronometerprüfung von Nöten, um die Bezeichnung zu erhalten. Diese stellt ein standardisiertes Messverfahren dar, dass von den oben erwähnten Observatorien oder auch diversen anderen zertifizierten Kontrollstellen vorgenommen werden kann. Wenn der Test bestanden wurde, erhält der jeweilige Uhrenhersteller ein spezielles Zertifikat. In Deutschland werden die Prüfungen seit dem Jahr 2006 in den Chronometer Werken Glashütte vorgenommen. Sehr gute Chronometer sind daher zertifiziert und können auch nur zum Testsieger gewählt werden, wenn die Chronometerprüfung bestanden wurde.

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